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Montag, 18. Januar 2016

Andreas H. Schmachtl: Snöfrid aus dem Wiesental. Die ganz und gar unglaubliche Rettung von Nordland

Ein weiteres Buch von Andreas H. Schmachtl in meinem Kinderbuchschrank ist die Geschichte vom Snöfrid. Wieder sind die Illustrationen ebenso vom Autor und ähnlich denen der Tilda Apfelkern-Reihe. Die Aufmachung des Buches ist wertig, mit Stoffbuchrücken, dickem Papier und Lesebändchen.
Snöfrid ist ein kleines Kerlchen, das in einer Höhle lebt und am liebsten seine Ruhe hat. Diese wird aber auf einmal empfindlich gestört, denn mitten in der Nacht stehen bei ihm drei Feenmännlein, die ihn um Hilfe bitten bei der Rettung der Prinzession Gunilla. Diese wurde entführt und verschleppt. Snöfrid ist es zwar gar nicht recht, aber wenn er nun mal der Ausgewählte zur Rettung ist, dann muss er losziehen. Dies tut er und erlebt natürlich jede Menge Abenteuer. Von realistischen Tieren bis hin zu Fabelwesen ist alles dabei.Und immer auch das kleine Gemecker, dass er ja eigentlich nur seine Ruhe will. Redseelig ist Snöfrid nicht. Am liebsten macht er nur "Hmpf". Der Autor erläutert dann immer, was er wohl gemeint haben könnte. 
Das Buch ist mit 235 Seiten schon ein sehr langes Buch für Kinder, wobei die einzelnen Kapitel zwischen 6 und 7 Seiten haben. Jedem Kapitel steht eine kleine Zusammenfassung voran, die beschreibt, was passieren wird. Alle Kapitel bauen aufeinander auf und manche enden so spannend, dass man gleich noch ein Kapitel vorliest. Die Länge der Kapitel ist aber wieder ideal für den Abend und man findet in die Geschichte immer wieder rein. Die Ideen und Erlebnisse von Snöfrid sind lustig, fantasievoll und abenteuerlich. Das Ende durchaus überraschend und lohnt daher das Durchhalten. Neben der Geschichte sind es einmal mehr auch die Illustrationen, die dieses Buch zu einem echten kleinen Schatz unter den Kinderbüchern macht.

Andreas H. Schmachtl: Tilda Apfelkern. Die Freunde vom Heckenrosenweg

Tilda Apfelkern ist eine kleine Maus, die ihr Häuschen am Heckenrosenweg gleich am Fußes des Kirchturms hat. Ihre Freunde sind der etwas muffelige Rupert, die im Postladen wohnende Molly und viele andere kleine Mäuse, Eichhörnchen, Kaninchen, Vögel und Igel. In ihren Geschichten erlebt Tilda fast jeden Tag eine neue Überraschung. So fliegt sie mit einem Heißluftballon, entdeckt einen Leuchtturm, babysittet eine ganze Entenschar, richtet ihr Haus neu ein und rettet Molly aus einer verzwickten Lage. 
Alle Geschichten sind dabei immer fröhlich und positiv formuliert. Die Spannung ist wohl dosiert und es gibt keine Gruselmomente. In Tildas Welt ist alles in Ordnung, schön und lässt sich alles lösen. Am Ende sitzen alle fröhlich Tee trinkend bei ihr. Allen Geschichten ist eines gemeinsam - es wird betont, wie wichtig Freunde sind und wie hilfreich. Ohne ihre Freunde wäre es für Tilda nur halb so schön auf der Welt.
Andreas H. Schmachtl hat sowohl die Texte geschrieben als auch die Illustrationen gezeichnet. Die Geschichten (Kapitel) sind zwischen 4 und 6 Seiten lang, also eine ideale Guten-Nacht-Geschichten Länge. Die Geschichten sind meist in sich abgeschlossen und bauen nur selten direkt aufeinander auf, so dass man immer wieder gut hereinfindet. Die Illustrationen sind großzügig, auf fast jeder Seite findet sich eine Kleinigkeit, aber es gibt auch ganze Seiten mit einem Bild. Dabei sind die Bilder sehr liebvoll gezeichnet, mit kleinen Details und wirklich schön anzusehen. 
Die Verarbeitung des Buches ist sehr stabil und hochwertig. Der Buchrücken ist mit Stoff bespannt, so dass viele Lesestunden möglich sind. Einband ist mit Pappe, die einzelnen Seiten sehr stabiles Papier. Ein Lesebändchen ist auch vorhanden, farblich perfekt passend zum Buchrücken.
Für mich ist dieses Buch einfach süß. Die Bilder sind liebevoll, die Texte zum Schmunzeln schön und sie lassen einen so manchen Ärger vom Tage gut vergessen. Ich lese es sehr gern vor - aber der kleine Wehrmutstropfen kommt: mein Sohn mag es nicht wirklich. Vielleicht sind die Themen etwas zu sehr Frauen-/Mädchenlastig (Einrichten vom Haus z. Bsp.), aber ich bin ja kein Freund von Klischeees :-) Und ab und zu darf ich es vorlesen, weil er sich freut, wenn ich mich freue. Tja - quasi alle glücklich wie bei Tilda...